| So lange ich denken kann, trage ich das tiefe Gefühl und Wissen
in mir, etwas Besonderes zu sein. Jene Besonderheit, die wir alle in
uns tragen und die uns immer wieder aufruft, zu ihr zu stehen und unser
Leben in Einklang damit zu bringen.
Hier ein Überblick über einige Stationen in meinem Leben,
in denen ich diesem Ruf gefolgt bin:
Mit 19 Jahren, nach dem Abitur, gründete ich einen Verein zur Führung
eines einfachen Lebensstils und lebte mit zwei Freunden durch das Backen
von Brot, Kochen und das Führen einer Teestube. Wir gestalteten
einen Begegnungsraum, wo Menschen Wichtiges miteinander teilen konnten.
Nach großer Anfangsbegeisterung zerbrach dieses Projekt nach eineinhalb
Jahren. Die gegenseitigen Erwartungen wurden nicht erfüllt. Der
Blick richtete sich auf den Anderen, der nicht der Richtige war. Wir
waren völlig ungeübt darin, eigene Bedürfnisse zu formulieren,
dafür einzustehen sowie wertschätzend auf Andere zu schauen
und sie als Beitrag für das eigene Wachstum zu sehen.
Kurz darauf, ich war gerade 21 geworden, lernte ich Iris kennen. Nach
wenigen Tagen dachte ich, die richtige Frau für das Leben gefunden
zu haben. Sechs Wochen später war sie schwanger. Die Schwierigkeiten
waren vorprogrammiert. Keiner von uns hatte wirkliche Erfahrung in Partnerschaft
und Beziehung.
Es war letztendlich die Schwangerschaft und unser Einstehen für
das gemeinsame Elternsein, welches uns ermutigte dran zu bleiben. Der
gemeinsame, intensive Weg gab uns vielfältige Gelegenheit, uns
in Kommunikation zu üben und Regeln von Beziehung zu lernen. Tiefes
Leid und höchstes Glück, beides war immer wieder anwesend.
Diese Zeiten haben mich Vertrauen gelehrt. Und immer wieder neu die
scheinbare Realität von „Das kann nicht gelingen“ zu
überwinden.
Nach sieben Jahren, zu diesem Zeitpunkt hatten wir drei Kinder und waren
so nahe an einer Trennung vorbei wie noch nie, hatten wir es geschafft.
Wir wussten, für dieses Leben werden wir einen gemeinsamen Weg
gehen.
Mit 31 Jahren suchte ich die nächste Herausforderung, die Selbständigkeit.
Ich wollte auch beruflich mehr das leben, was mir wirklich entspricht.
In unseren ersten Ehejahren hatte ich das Studium zum Dipl.-Sozialpädagogen
abgeschlossen und zuletzt mit einer Kollegin eine Einrichtung für
Drogenabhängige geleitet.
Da ich als Pädagoge wenig Wissen über Geld und Wirtschaft
hatte, entschloss ich mich für eine Außendiensttätigkeit
innerhalb einer der größten Finanzdienstleister. Nach 1,5
Jahren Ausbildung hatte ich den Status des Agenturleiters erreicht.
Ich selbst konnte meine Fähigkeit auf andere einzugehen vertiefen,
auch dann wenn der Kunde etwas anderes wollte. Obwohl ich finanziell
von der Unterschrift unter dem Vertrag abhängig war, lehrte mich
diese Zeit, innerlich unabhängig von Erfolgsdruck jeglicher Art
zu sein. Die Menschen mit denen ich zusammen traf spürten sofort,
wenn ich den finanziellen Druck auf Erfolg (Familie und 4 Kids) nicht
loslassen konnte und quittierten das mit Rückzug. Dieser innere
Freiraum, unabhängig von äußeren Rahmenbedingungen ganz
beim Kunden und seinem Anliegen sein zu können, wurde zur wichtigsten
Grundlage für meinen Erfolg in der Selbständigkeit.
Und, als der Erfolg eintraf, bemerkte ich, dass ich keine Versicherungen
und Finanzanlagen verkaufen wollte. Was war überhaupt meines? Und
wie konnte ich daraus einen Beruf machen?
In den folgenden Jahren betätigte ich mich als freier Mitarbeiter,
Trainer und Unternehmensberater für mehrere Organisationen. Doch
mein Erfolg in den verschiedenen Geschäftsbereichen machte mich
nicht wirklich glücklich.
Sieben Jahre nach meiner Entscheidung für die Selbständigkeit,
ich war inzwischen 38, traf ich mit großer Klarheit eine kraftvolle
Entscheidung: „Ab jetzt investiere ich mindestens fünfzig
Prozent meiner Zeit genau in den Bereich, der sich hundertprozentig
stimmig anfühlt!"
Innere Glaubensätze wie: „Das geht doch nicht, damit lässt
sich kein Geld verdienen...“ durften sich verabschieden.
Ich war überrascht, wie schnell ich aus den fünfzig Prozent
hundert machen konnte. Ein Coach übers Telefon, das war einzigartig.
Es gelang mir Kunden für diese Form von Begleitung zu begeistern,
ohne sie je gesehen zu haben. Das erlaubte mir als Familienvater zu
Hause sein zu können und gleichzeitig in meiner ländlichen
Region im ganzen Bundesgebiet, ja sogar darüber hinaus aktiv zu
sein.
Heute, mit 46, lebe ich mit meiner Frau Iris in unserem großen
Haus in Oberfranken. Unsere 4 Kinder sind seit ca. 2 Jahren aus dem
Haus und erlauben uns, dem was uns wirklich wichtig ist noch mehr Aufmerksamkeit
zu geben. Aus TeleCoaching hat sich ein neuer Markt entwickelt. Neben
Einzelpersonen kommen immer mehr GruppenCoachings auf mich und uns zu.
In meist wöchentlichen Telfonaten oder TeleKonferenzen begleiten
wir neben den Angeboten des Trainingsjahres Anliegen wie "Mit Wertschätzung
führen", Unterstützung von Vertriebsmitarbeiter oder
individuelle Prozesse von Inhaber oder Geschäftsführer kleiner
und großer Unternehmen.
Unsere Einzigartigkeit ist dabei die flexible Arbeit am Telefon und
die Möglichkeit, eine besondere Art von Begleitungsprozess durch
die Herausforderungen des Lebens zu ermöglichen.
Ich bin sehr dankbar, durch meine berufliche Tätigkeit, so tief
am Leben von Menschen beteiligt zu sein. Mit Dorothee Bornath zusammen
das Trainingsjahr zu entwickeln und immer weiter zu gestalten, lässt
mich in eine Zukunft schauen, in welche sich das Wesentliche unserer
Arbeit entfaltet.
Falls mein Lebenslauf Sie angesprochen hat, würde ich Sie gerne
kennenlernen und von Ihnen hören, was genau Sie berührt. Meine
Telefonnummer oder Email finden Sie ganz unten auf der Webseite.
Mit herzlichem Gruß
Stephan Josef Dick
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